Welches Leben nach dem Tod?


Reinkarnation und christlicher Glaube
Patmos Verlag, Ostfildern, 2013
Preis: CHF 21.90 / € 15.- zzgl. Versand
USBN 978-3-8436-0339-3 (Print)
USBN 978-3-8436-0340-9 (eBook)
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Welches Leben nach dem Tod?

Die Studie behandelt die konfliktreiche Beziehung des christlichen Glaubens zur Reinkarnationslehre. Sie beginnt mit einem kurzen Blick auf die Anfänge der Reinkarnationsideen in Ost und West. Weiter führt die Spurensuche in die Bibel, speziell in die Lehren von Jesus, und in die ersten Jahrhunderte der Kirchengeschichte: Wo wird was zur Reinkarnation gesagt? Das Ergebnis ist klar: Es gab in der Kirche seit frühesten Zeiten Strömungen (Gnosis), welche die Bibel reinkarnatorisch deuteten. Für die Grosskirche aber stand das Thema, wenn überhaupt, nur ganz am Rande und war ohne Bedeutung.

Im 20. Jahrhundert entbrannte jedoch ein heftiger Streit um diese Fragen, welcher zur Hauptsache von theologischen Laien geführt wurde. Diese Auseinandersetzungen werden ausführlich vorgestellt. Im weitern werden Originaltexte von frühen Konzilien befragt mit dem Ziel, die Thesen, die heute als Resultat dieser Kontroversen weit verbreitet sind, zu überprüfen, nämlich, die Reinkarnation hätte in den ersten Jahrhunderten zum Kernbestand der christlichen und kirchlichen Botschaft gehört, bis sie im frühen Mittelalter mit dem Bann belegt und verboten worden sei. Diese Behauptungen erweisen sich als unhaltbar, was ausführlich diskutiert und belegt wird.

Objektiv gilt es festzuhalten, dass es vereinzelte Bibelstellen, vor allem im Neuen Testament, gibt, die reinkarnatorisch gedeutet werden können, aber nicht müssen. Das hängt massgeblich vom Vorverständnis der Lesenden ab. Daraus ergibt sich, dass eine christliche Reinkarnationslehre durchaus möglich, aber keinesfalls zwingend ist. In der Folge werden drei Modelle christlichen Glaubens vorgestellt, eines lehrt die Reinkarnation gestützt auf Bibel-Interpretationen, ein zweites aufgrund theologischer Reflexionen. Ein drittes schliesslich vertritt eine christliche Ein-Leben-Lehre. Zum Schluss wird eine Idee vorgestellt, wie die verschiedenen Haltungen vielleicht doch miteinander versöhnt werden könnten.

Wie in all seinen Publikationen geht es dem Autor auch hier nicht darum, irgendwen von irgendetwas zu überzeugen, sondern die Leserinnen und Leser einzuladen, aufgrund seriöser Grundlagen sich eine eigene, kompetente Meinung zu bilden.



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